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Die Politik ist kriminell,

nicht die Menschen!

BLOG

JAN 2023

Januar des Jahres 2023 ist da und das Wetter wird zunehmend kälter. Vor 18 Monaten war das Wetter noch warm und es war August, als mir die Freiheit geraubt wurde und sie mich nach Corydalis in Athen brachten. Dreimal war ich seitdem an der frischen Luft, jedesmal auf dem Weg zum Gericht.

Das letzte Mal, als ich vor Gericht stand, war der 26. September, der Tag, an dem ich zu 18 Jahren Haft verurteilt wurde. Zunächst sollten es 70 Jahre Haft sein, durch die Anstrenungen meines Anwalts und Verteidigung meiner Tochter verkürzte sich die Haftzeit auf 25 Jahre, dann auf 18 Jahre.

Die Richterin, eine ältere Dame, die sich wahrscheinlich ausmalte, sie hätte den Haupt-Schuldigen gefunden, verkündete stolz ihr finales Urteil, dann legten sie mir die Handschellen wieder an und brachten mich nach oben, um sich meine Unterschrift zu besorgen.

Ich stand unter Schock und verstand nicht, was passiert ist. Mein Anwalt und meine Kinder sagten mir immer wieder, das sei das „Horror-Urteil“, mit dem Antrag auf Überprüfung, werde das Urteil aufgehoben und in 18 Monate wäre ich frei. Nach einigen Augenblicken, die sich anfühlten wie eine Ewigkeit, erfasste mich Scham, ich fühlte mich gedemütigt. Meine Kinder hatte ihre Arme um mich gelegt und meine Gedanken wanderten zu meiner verstorbenen Frau, ich wusste nicht, ob sie mich gerade sieht oder nicht. Ein Lied von Mohammad Nouri (ein iranischer Sänger) fiel mir wieder ein: „ In der kalten Winternacht brennt nicht einmal der Ofen der Sonne so warm wie der Ofen meines Lichts und kein Licht brennt so hell wie mein eigenes Licht.“

Nach dem schmerzlichen Abschied von meinen Kindern, stieg ich in den Gefägnis-Bus, der besteht aus engen Vier-Personen-Zellen und brachte mich zurück nach Corydalis. Seit meinem letzen Prozess sind vier Monate vergangen und ich schreibe. Ich gebe mich meinen Tagträumen hin, träume von Freiheit. Es fühlt sich an, als würde mein Verstand immer langsamer, auf auf meine Gedanken folgt kein Fazit, sie drehen weiter, unaufhörlich, immer weiter im Kreis.

© ADRIAN POURVISEH

FAQ

  • Als Schmuggel wird der unerlaubte Transport von Menschen über Grenzen bezeichnet. Im Gegensatz zu Menschenhandel geschieht Schmuggel im Einverständnis mit den beförderten Personen. Asyl zu suchen ist ein grundlegendes Menschenrecht und damit auch in Europa ganz legal. Das Asylgesuch kann nur im Ankunftsland selbst gestellt werden. Jedoch: Für die meisten Menschen gibt es keine Möglichkeiten mehr, legal nach Europa einzureisen. Sie müssen also erst über illegalisierte Wege - wie das Mittelmeer oder die Balkanroute - nach Europa kommen, um dann hier ihren legalen Asylgesuch zu stellen. Hierfür sind sie wiederum auf Schmuggler:innen angewiesen.

  • Die Antwort auf die Frage sollte sein: Immer. Doch die Realität sieht anders aus. Während Europa die einen Schmuggler*innen als humanistische Fluchthelfer:innen feiert, kriminalisiert sie andere für die gleiche Hilfe. In beiden Fällen gilt: Schmuggler*innen sind Menschen. Das dämonisierte Bild, das europäische Politiker*innen und Mainstream-Medien von den meisten Schmuggler*innen zeichnen, trägt nur dazu bei, diejenigen zu kriminalisieren, die zum Schmuggeln gezwungen sind. Anstatt die brutale und menschenverachtende Grenz- und Migrationspolitik zu skandalisieren, werden jene Einzelpersonen brutal und menschenverachtend behandelt, die sich in lebensgefährliche und ausbeuterische Situationen begeben müssen. Menschen werden kriminalisiert, weil sie sich in Situationen, in denen es um Leben und Tod geht, gegenseitig geholfen haben. Sie werden inhaftiert, weil sie menschenwürdig handelten.

  • Menschen, die fliehen, haben meistens keine anderen Alternativen. Gäbe es sichere Fluchtwege, würden sie diese nutzen. Sie müssten nicht eine unwürdige, ausbeuterische und lebensgefährliche Arbeit übernehmen. Die Kriminalisierung von Menschen während ihrer eigenen Migration ist Teil der europäischen Abschreckungspolitik.

    Menschenschmuggel zu kriminalisieren, bekämpft jedoch weder die globalen Ungerechtigkeiten, die zur Flucht führen, noch die Migration. Es macht nur die Menschen, die um ihr Leben kämpfen und fliehen müssen, erst zu Schmuggler*innen und dann zu ”Kriminellen”. Und so landen jährlich hunderte Menschen in Gefängnissen, müssen hohe Strafen zahlen, manchmal lebenslange Haft absitzen.

  • Grundlage für die Inhaftierungen ist die griechische Gesetzgebung, nach der jede Person, die Fahrer*in eines Gefährts ist, mithilfe dessen Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere nach Griechenland einreisen, ein Schmuggler ist. Bei beinahe jeder Ankunft eines Bootes oder Autos mit Migrant*innen nehmen die Grenzbeamt*innen vor Ort willkürlich mindestens eine Person fest und beschuldigen sie des Schmuggels. Das kann die Person sein, die das Ruder oder die Pinne hielt, um das Boot zu lenken, oder die Person, die mit der Küstenwache kommuniziert hat, um Hilfe zu rufen. Manchmal ist es auch einfach jemanden, der Englisch spricht. Die Menschen werden ohne ausreichende Beweise meist noch vor Ort verhaftet. 

  • In Griechenland sind Migrannt*innen, die wegen illegaler Einreise verurteilt werden, mittlerweile die zweitgrösste Gruppe in den Gefängnissen.  Die Bedingungen, unter denen sie dort leben müssen, bezeichnete ein Ausschuss des Europarats kürzlich erneut als Verstoß gegen die Menschenwürde. Im September 22 betrug die Zahl der inhaftierten Personen 11’182 bei einer maximalen Kapazität von 10’175, was einer durchschnittlichen Belegungsrate von 110 Prozent entspricht, hielt der CPT-Bericht fest. In einigen Gefängnissen war die Überbelegung noch weitaus gravierender. Das Korydallos-Gefängnis, in dem auch Homayoun Sabetara seit September 2021 festgehalten wird, hatte zu diesem Zeitpunkt eine Belegungsrate von 152 Prozent.  Homayoun berichtete, dass er sich 16 Monate lang einen kleinen Raum mit bis zu 20 Personen teilen musste. Im Gefängnis gibt es kein warmes Wasser, und aufgrund der Überbelegung müssen viele Insassen auf dem Boden schlafen. Die Qualität des Essens ist schlecht (normalerweise nur Nudeln ohne Sauce), und es gibt nicht genug Nahrungsmittel für alle Insassen.

    Quelle: https://www.coe.int/en/web/cpt/-/council-of-europe-anti-torture-committee-publishes-report-on-prisons-in-greece

  • In den griechischen Gefängnissen findet kein Strafvollzug statt, der europäischen Anforderungen entspricht. Die materiellen Bedingungen sind unangemessen, es herrschen eine erhebliche Personalunterbesetzung und eine unzureichende medizinische Versorgung. Homayoun wurde vor sechs Jahren wegen Krebs operiert und muss seitdem regelmäßig Medikamente einnehmen, was er monatenlang nicht bekommen hat. Seit seiner Inhaftierung und das bleibens in einem Raum im Keller mit 20 anderen Menschen wo es kaum Luft gab, leidet er unter Atembeschwerden und Husten, erhält jedoch keine angemessene medizinische Versorgung, einschließlich grundlegender Medikamente wie Asthmasprays oder Brillen. Er hat monatelang keine medizinische Untersuchung erhalten und klagt über Schmerzen, die durch das Schlafen auf dem Boden oder auf sehr schlechten Matratzen verursacht wurden. Seine Nackenarthrose erschwert es ihm sogar zu sitzen.

     

    Quelle: https://www.coe.int/en/web/cpt/-/council-of-europe-anti-torture-committee-publishes-report-on-prisons-in-greece

  • Viele Personen werden direkt bei ihrer Ankunft in Griechenland verhaftet. Während der ca. ein Jahr dauernden Untersuchungshaft bleiben die Gefangenen zumeist ohne jegliche Informationen oder Rechtsbeistand. Wenn ihr Fall schließlich vor Gericht kommt, missachten die Prozesse oft grundlegende Standards einer fairen Prozessführung. Die Gerichtsverhandlung dauert im Schnitt lediglich 38 Minuten und mündet in einer durchschnittlichen Freiheitsstrafe von 44 Jahren. Innerhalb von einer halben Stunde werden Menschen zu Haftstrafen von 50 bis 150 Jahren und Geldstrafen von mehreren 100'000 Euro verurteilt. Diese Strafen setzen sich aus einer Anzahl Jahre pro Person, die sich im Auto oder Boot befand, zusammen. Kam es zu einem Schiffbruch, kommen Anklagepunkte wie Totschlag hinzu. Es ist zwar möglich, gegen diese Urteile Einspruch zu erheben, dafür braucht es aber anwaltliche Unterstützung, Geld und Öffentlichkeitsarbeit. Ist alles drei vorhanden, kann es durchaus zu Einstellungen oder Freisprüchen kommen, wie einige Fälle der letzten Monate gezeigt haben.

     

    Quelle: https://www.borderline-europe.de/unsere-arbeit/griechenland-familienvater-zu-18-jahren-haft-verurteilt-weil-er-ein-auto-mit

MEDIENARBEIT

Hier findet sich eine Auflistung aller Artikel und Beiträge in Originalsprache, die bisher über Homayoun und seinen Fall veröffentlicht wurden.


Jeder zusätzliche Beitrag hilft Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken. Bei Interesse zu weiteren Informationen oder Interviews, stehen wir gerne über den Kontakt nodrivernosurvivor@systemli.org zur Verfügung.

PODCASTS

The Civil Fleet Podcast

13. April 2024

In this episode we speak with Kiana, Anne, Mahtab and Hannah from the Free Homayoun campaign. Homayoun Sabetara, a widower and father of two, fled Iran to reunite with his daughters in Germany in 2021. Mahtab is one of his daughters. Along the way, Homayoun was forced to drive a car carrying several others across the Greece-Turkey border. He was arrested in Greece, charged with human smuggling, and sentenced to 18 years behind bars at a trial conducted without interpreters. Kiana, Anne, Mahtab and Hannah tell us more about Homayoun's case, his upcoming appeal on April 22, and how Europe's systematic criminalisation of people on the move.

Episode 56: Free Homayoun

Freie Radios

10. April 2024

Das Bündnis „Free Homayoun“ kämpft um den Freispruch von Homayoun Sabetara und um die Rechte aller Menschen, die auf der Flucht unter dem Vorwand „Menschen Schmuggel“ kriminalisiert werden.

Free Homayoun - Ein Bündnis für die Befreiung von Homayoun Sabetara.

SWR

8. April 2024

Mahtabs Vater wurde von Schleppern unter Druck gesetzt, das Fluchtauto zu fahren. Nun sitzt er in einem griechischen Gefängnis, wie tausende andere Flüchtlinge, mit Haftstrafen bis zu 150 Jahren.

Zum Schlepper gemacht - Mahtab kämpft um die Freiheit ihres Vaters

Aydentiti

15. August 2023

Was würdet ihr tun, wenn euer Vater zu Unrecht im Gefängnis säße? Mahtab Sabetara kämpft mit Ihrer Initiative @freehomayoun, um ihren Vater zu befreien. Sie redet in der neuen Aydentity Podcast Folge mit Adrian Pourviseh darüber, wie sie mit Menschen umgeht, die ihren Vater als "Schmuggler" verurteilen.

Von Schmuggel und Fluchthilfe

RaBe

11. März 2023

In dieser Sendung geht es um Gewalt und um Widerstand. Es geht um die Gewalt an den Aussengrenzen Europas und um die Kriminalisierung geflüchteter Personen, die viele ins Gefängnis bringt. Und es geht um Widerstand dagegen, konkret um den Kampf einer Tochter, die für die Freilassung ihres Vater kämpft, der auf seiner Flucht aus dem Iran in Griechenland zu 18 Jahren Haft verurteilt wurde. Wir hören persönliche Texte und Analysen zur Situation an den Grenzen und zu der scheinheiligen Anti-Schmuggel-Politik. Und zwischendurch Musik von Roody, einer jungen Rapperin aus Teheran.

ZACK - DEIN FEMINISTISCHES RADIO

Medico International

27. Juli 2023

In Griechenland sitzen über 2000 Geflüchtete wegen des Vorwurfs des Schmuggels im Gefängnis. Die Prozesse dauern im Schnitt 37 Minuten und das Urteil lautet durchschnittlich auf 46 Jahre Haft.

Knast statt Asyl: Wie die EU Geflüchtete zu vermeintlichen Schleppern macht

3FACH

22. Januar 2024

Das Asylsuchen ist zwar ein Menschenrecht, welchen sich die EU eigentlich auch verschreibt, doch um ein Asyl zu suchen muss mensch im Land selber sein, in welchem das Asyl gesucht wird. Doch der Weg zwischen den beiden Ländern ist nicht immer legal, das bedeutet konkret auch, dass die Flucht sehr schnell kriminalisiert werden kann. Was konkrete Forderungen von Organisationen wie Seebrücke Schweiz und Kampagnen wie FreeHomayoun sind und wie die Kampagne entstand, wie auch so einiges mehr, erfährst Du alles in der ganzen Sendung.

Festung Europa und die Kampagne "Free Homayoun"

The Civil Fleet Podcast

Episode 56: Free Homayoun

13. April 2024

In this episode we speak with Kiana, Anne, Mahtab and Hannah from the Free Homayoun campaign. Homayoun Sabetara, a widower and father of two, fled Iran to reunite with his daughters in Germany in 2021. Mahtab is one of his daughters. Along the way, Homayoun was forced to drive a car carrying several others across the Greece-Turkey border. He was arrested in Greece, charged with human smuggling, and sentenced to 18 years behind bars at a trial conducted without interpreters. Kiana, Anne, Mahtab and Hannah tell us more about Homayoun's case, his upcoming appeal on April 22, and how Europe's systematic criminalisation of people on the move.

Freie Radios

Free Homayoun - Ein Bündnis für die Befreiung von Homayoun Sabetara.

10. April 2024

Das Bündnis „Free Homayoun“ kämpft um den Freispruch von Homayoun Sabetara und um die Rechte aller Menschen, die auf der Flucht unter dem Vorwand „Menschen Schmuggel“ kriminalisiert werden.

SWR

Zum Schlepper gemacht - Mahtab kämpft um die Freiheit ihres Vaters

8. April 2024

Mahtabs Vater wurde von Schleppern unter Druck gesetzt, das Fluchtauto zu fahren. Nun sitzt er in einem griechischen Gefängnis, wie tausende andere Flüchtlinge, mit Haftstrafen bis zu 150 Jahren.

Aydentiti

Von Schmuggel und Fluchthilfe

15. August 2023

Was würdet ihr tun, wenn euer Vater zu Unrecht im Gefängnis säße? Mahtab Sabetara kämpft mit Ihrer Initiative @freehomayoun, um ihren Vater zu befreien. Sie redet in der neuen Aydentity Podcast Folge mit Adrian Pourviseh darüber, wie sie mit Menschen umgeht, die ihren Vater als "Schmuggler" verurteilen.

RaBe

ZACK - DEIN FEMINISTISCHES RADIO

11. März 2023

In dieser Sendung geht es um Gewalt und um Widerstand. Es geht um die Gewalt an den Aussengrenzen Europas und um die Kriminalisierung geflüchteter Personen, die viele ins Gefängnis bringt. Und es geht um Widerstand dagegen, konkret um den Kampf einer Tochter, die für die Freilassung ihres Vater kämpft, der auf seiner Flucht aus dem Iran in Griechenland zu 18 Jahren Haft verurteilt wurde. Wir hören persönliche Texte und Analysen zur Situation an den Grenzen und zu der scheinheiligen Anti-Schmuggel-Politik. Und zwischendurch Musik von Roody, einer jungen Rapperin aus Teheran.

Medico International

Knast statt Asyl: Wie die EU Geflüchtete zu vermeintlichen Schleppern macht

27. Juli 2023

In Griechenland sitzen über 2000 Geflüchtete wegen des Vorwurfs des Schmuggels im Gefängnis. Die Prozesse dauern im Schnitt 37 Minuten und das Urteil lautet durchschnittlich auf 46 Jahre Haft.

3FACH

Festung Europa und die Kampagne "Free Homayoun"

22. Januar 2024

Das Asylsuchen ist zwar ein Menschenrecht, welchen sich die EU eigentlich auch verschreibt, doch um ein Asyl zu suchen muss mensch im Land selber sein, in welchem das Asyl gesucht wird. Doch der Weg zwischen den beiden Ländern ist nicht immer legal, das bedeutet konkret auch, dass die Flucht sehr schnell kriminalisiert werden kann. Was konkrete Forderungen von Organisationen wie Seebrücke Schweiz und Kampagnen wie FreeHomayoun sind und wie die Kampagne entstand, wie auch so einiges mehr, erfährst Du alles in der ganzen Sendung.

Η δικαιοσύνη κρίνεται τόσο στον υπουργό όσο και στο μετανάστη

News 24I7

20. April 2024

Η λειτουργία της Δικαιοσύνης αποτελεί βασικό πρόβλημα της Τρίτης Ελληνικής Δημοκρατίας. Η γενική αίσθηση στους πολίτες είναι ότι οι ισχυροί του χρήματος και της πολιτικής χαίρουν μιας ιδιότυπης ασυλίας. Μιας ασυλίας που δεν απορρέει από τις θεσμικές ρυθμίσεις οι οποίες επιτάσσουν την ισότητα όλων απέναντι στο Νόμο, αλλά από τις συνήθεις πρακτικές στην απονομή της δικαιοσύνης.

Η δικαιοσύνη κρίνεται τόσο στον υπουργό όσο και στο μετανάστη

Εκστρατεία για την απελευθέρωση του Χομαγιούν Σαμπετάρα

Efsyn

19. April 2024

Περισσότερες από 50 οργανώσεις ανθρωπίνων δικαιωμάτων, ανθρωπιστικής βοήθειας και αλληλεγγύης από όλη την Ευρώπη ζητούν να έχει επιτέλους δίκαιη δίκη ο Ιρανός πρόσφυγας Χομαγιούν Σαμπετάρα, που δικάζεται σε δεύτερο βαθμό τη Δευτέρα στη Θεσσαλονίκη. Η διεθνής καμπάνια FreeHomayoun υπογραμμίζει ότι η πρωτόδικη καταδίκη του Χομαγιούν τον Σεπτέμβριο του 2022 σε 18 χρόνια φυλακή για διακίνηση ήταν αποτέλεσμα άλλης μιας άδικης δίκης, σαν αυτές που έχουν οδηγήσει χιλιάδες πρόσφυγες στις ελληνικές φυλακές με βαριές ποινές βάσει ατεκμηρίωτων κατηγοριών και παρά το γεγονός ότι η νομοθεσία εξαιρεί ρητά από τη δίωξη για διακίνηση όσους ζητούν άσυλο.

Εκστρατεία για την απελευθέρωση του Χομαγιούν Σαμπετάρα

Μετανάστες διώκονται και φυλακίζονται άδικα στην Ελλάδα ως διακινητές–Η εμβληματική ιστορία του Χομαγιούν Σαμπετάρα

Alterthess

18. April 2024

Η εμβληματική ιστορία του Χομαγιούν Σαμπετάρα

Μετανάστες διώκονται και φυλακίζονται άδικα στην Ελλάδα ως διακινητές–Η εμβληματική ιστορία του Χομαγιούν Σαμπετάρα

Να απελευθερωθεί ο Χαμαγιούν Σαμπετάρα!

Efsyn

26. März 2024

Στις 22 Απριλίου εκδικάζεται σε δεύτερο βαθμό η υπόθεση του 59χρονου Ιρανού που έχει καταδικαστεί άδικα σε 18 χρόνια φυλάκισης ως διακινητής, έχοντας πέσει στην παγίδα που του έστησαν οι πραγματικοί διακινητές και με τις γνωστές μηχανορραφίες της ΕΛ.ΑΣ. ● Ο Χαμαγιούν Σαμπετάρα είναι διαγνωσμένος με καρκίνο και η κόρη του συντονίζει τις διεθνείς εκκλήσεις για να δικαιωθεί, επιτέλους, ο πατέρας της.

Να απελευθερωθεί ο Χαμαγιούν Σαμπετάρα!

«Πώς βρέθηκε ο πρόσφυγας πατέρας μου αδίκως στις ελληνικές φυλακές»

tvxs

16. März 2024

Ξεκίνησε από το Ιράν κυνηγημένος από το καθεστώς να βρει την κόρη του στη Γερμανία και βρέθηκε στις ελληνικές φυλακές. Ο Homayoun είναι ένας από τους 2000 περίπου πρόσφυγες που βρίσκονται στη φυλακή με την κατηγορία του διακινητή ενώ δεν είναι.

Εκδικάζεται σε 2ο βαθμό το αίτημά του για αποφυλάκιση τον Απρίλιο. Η κόρη του Mahtab Sabetara κινεί γη και ουρανό για να απελευθερωθεί ο πατέρας της. Ενημερώνει την κοινή γνώμη στη Γερμανία, κινητοποιεί συλλογικότητες, ξεκίνησε την εκστρατεία #FreeHomayoun με την υποστήριξη της Seebrücke Schweiz και της Borderline Europe τον Ιούνιο του 2023.

«Πώς βρέθηκε ο πρόσφυγας πατέρας μου αδίκως στις ελληνικές φυλακές»

Μία δίκαιη δίκη για τον Homayoun Sabetara, τον πρόσφυγα που προσπάθησε να πάει στην οικογένειά του και κατέληξε σε ελληνικές φυλακές

Ethnos

16. März 2024

Για κάθε βάρκα ή αυτοκίνητο με μετανάστες που φτάνει στη χώρα μας, τουλάχιστον ένα άτομο συλλαμβάνεται και κατηγορείται συστηματικά για διακίνηση - Το 2022 στην Ελλάδα, 1.374 άνθρωποι συνελήφθησαν με την κατηγορία

Μία δίκαιη δίκη για τον Homayoun Sabetara, τον πρόσφυγα που προσπάθησε να πάει στην οικογένειά του και κατέληξε σε ελληνικές φυλακές

Geflohen, Kriminalisiert, Inhaftiert: Wie durch Kriminalisierung von Geflüchteten in der EU systematisch Menschenrechte verletzt werden

Polis 180

7. Februar 2024

In einer Welt, geprägt von Menschenrechtskrisen, deren Ursachen und Folgen oft grenzüberschreitend sind, nimmt auch die Kriminalisierung von Flucht und Migration alarmierende Ausmaße an, wie eine Studie aus dem Jahr 2023 belegt.

Geflohen, Kriminalisiert, Inhaftiert: Wie durch Kriminalisierung von Geflüchteten in der EU systematisch Menschenrechte verletzt werden

Αναζητώντας «διακινητές»: Η ποινικοποίηση των προσφύγων είναι πληγή στα ανθρώπινα δικαιώματα

in

4. Februar 2024

Η υπόθεση του Homayoun Sabetara
Ο Homayoun Sabetara έλεγε ψέματα στην κόρη του, Mahtab, ότι όταν ήρθε στην Ελλάδα, διέμενε σε ένα σπίτι μαζί με άλλους πρόσφυγες. Η ίδια όμως άρχισε να έχει υποψίες για όσα της έλεγε ο πατέρας της, καθώς εκείνος συχνά δεν είχε πρόσβαση στο τηλέφωνο ή δεν της έλεγε την ακριβή τοποθεσία του σπιτιού.

Αναζητώντας «διακινητές»: Η ποινικοποίηση των προσφύγων είναι πληγή στα ανθρώπινα δικαιώματα

Initiative gegen Grenzgewalt: »Wer überlebt, ist nicht sicher«

nd

4. Februar 2024

Mahtab Sabetara und Hannah Elias setzen sich mit der Kampagne #FreeHomayoun für die Freilassung von Homayoun Sabetara ein. Er ist aus dem Iran geflohen und wurde 2022 in Griechenland wegen angeblichen Menschenschmuggels zu 18 Jahren Haft verurteilt. Am 22. April findet die Anhörung zum Berufungsverfahren statt. Weil sie auf die unmenschliche Behandlung von Menschen auf der Flucht aufmerksam machen wollen, unterstützen sie die EU-Bürgerinitiative zur Einhaltung des Folterverbots.

Initiative gegen Grenzgewalt: »Wer überlebt, ist nicht sicher«

#FreeHomayoun: The Criminalization of Displaced Persons and Rescue Workers under EU “Anti-Smuggling” Guidelines

Elpida e.V

24. Januar 2024

The criminalisation of people on the move is now common practice in Greece. However, behind the numbers of detainees are always people and their stories. This is the story of Homayoun Sabetara...

#FreeHomayoun: The Criminalization of Displaced Persons and Rescue Workers under EU “Anti-Smuggling” Guidelines

Bürgerinitiative verurteilt Gewalt gegen Flüchtlinge an Europas Außengrenzen

Frankfurter Rundschau

24. Januar 2024

Organisationen und Initiativen aus vielen europäischen Staaten sammeln Unterschriften gegen Pushbacks und andere Repressionen gegen Geflüchtete. Betroffene berichten.

Bürgerinitiative verurteilt Gewalt gegen Flüchtlinge an Europas Außengrenzen

Menschenrechte gelten auch für Geflüchtete

junge Welt

6. Dezember 2023

Über 2.000 Menschen sitzen derzeit in den griechischen Gefängnissen, die für ihre eigene Flucht kriminalisiert wurden. Einer davon ist Homayoun Sabetara, der wegen vermeintlichen »Schmuggels« zu 18 Jahren Haft verurteilt wurde. Mit der geplanten Gesetzesänderung der Bundesregierung droht dies auch in Deutschland.

Menschenrechte gelten auch für Geflüchtete

Auf der Flucht ins Gefängnis

Perspektive

1. Dezember 2023

Homayoun Sabetara war auf dem Weg nach Berlin, als er an der türkisch-griechischen Grenze verhaftet wurde. Er befand sich auf der Flucht aus dem Iran nach Europa. Statt Schutz zu finden, wurde er als »Schmuggler« angeklagt und sitzt seit zwei Jahren in Griechenland in Haft. Neben ihm sind über 2.000 Menschen allein in Griechenland von dieser Politik betroffen.

Auf der Flucht ins Gefängnis

Migrants-as-smugglers: Europe's criminalization of people on the move

INFOMIGRANTS

13. Oktober 2023

Over the past few years, EU governments have been clamping down heavily on migrant smuggling. But those taken into custody are often migrants who have found themselves in the wrong place at the wrong time, while the actual smugglers get off free.

Migrants-as-smugglers: Europe's criminalization of people on the move

Smugglers or refugees? The growing prosecution of refugees in Europe

ODI

15. August 2023

The EU’s clampdown on migrant smuggling – and its human impacts – has received much less attention. European governments emphasise their commitment to tackling migrant smuggling as a central pillar of EU asylum and migration policy. But what if efforts to tackle smuggling are criminalising vulnerable migrants and those seeking international protection in Europe? How big is this problem and should we be paying more attention?

Smugglers or refugees? The growing prosecution of refugees in Europe

Free Homayoun! Gegen die kriminalisierung von Geflüchteten an den EU-Aussengrenzen

freie-radios.net

26. Juli 2023

Am 25. August 2021 wurde Homayoun Sabetara, ein aus dem Iran geflohener Migrant, von der griechischen Polizei festgenommen, nachdem er ein Auto über die türkisch-griechische Grenze gefahren hatte.

Free Homayoun! Gegen die kriminalisierung von Geflüchteten an den EU-Aussengrenzen

Kampagne gegen die Kriminalisierung von Migrant*innen

Antifainfoblatt

6. Juni 2023

H. Sabetara wurde in Griechenland zu 18 Jahren Haft verurteilt, weil er ein Auto mit Flüchtenden fuhr. Er ist einer von tausenden Menschen, die aktuell in Italien und Griechenland für ihre Migration kriminalisiert werden. Seine Tochter Mahtab Sabetara spricht hier über die Anklage ihres Vaters in Griechenland, stellvertretend für so viele Betroffene, die keine Stimme haben.

Kampagne gegen die Kriminalisierung von Migrant*innen

Seeking Refuge in Chains: The Plight of Homayoun Sabetara

The Fire Next Time

28. Februar 2023

In September 2022, Homayoun Sabetara, from Iran, was handed an 18-year prison sentence for “aiding unauthorized entry into the EU from third countries.” Having driven a car from Turkey to Greece with six others seeking refuge, he was apprehended by the police in Thessaloniki. For the past two years, the almost 60-year-old has remained behind bars, while his daughter, Mahtab Sabetara, has been tirelessly advocating for his release, along with other refugees detained in Greece under charges of “people smuggling.”

Seeking Refuge in Chains: The Plight of Homayoun Sabetara

Vom Mittelmeer ins Gefängnis: Wie Geflüchtete zu Schleppern gemacht werden

Deutschlandfunk

28. Februar 2023

Seitdem die EU härter gegen die Schleusung von Migranten vorgeht, verlassen die Schlepper häufig die Boote auf hoher See. Zufällig ausgewählte Geflüchtete werden dazu gezwungen, die Boote selbst zu steuern. In Italien und Griechenland drohen ihnen dann hohe Haftstrafen.

Vom Mittelmeer ins Gefängnis: Wie Geflüchtete zu Schleppern gemacht werden

Mahtab Sabetara berichtet: Iran – Europa – Knast

Karla-magazin

29. Januar 2023

Der Vater H. Sabetara wurde in Griechenland zu 18 Jahren Haft verurteilt, weil er ein Auto mit Flüchtenden fuhr. Er ist einer von tausenden Menschen, die aktuell in Italien und Griechenland für ihre Migration kriminalisiert werden.

Mahtab Sabetara berichtet: Iran – Europa – Knast

IRAN - EUROPA -KNAST

Seebrüccke

17. Januar 2023

Kriminalisierung an der europäischen Grenze

H. Sabetara wurde in Griechenland zu 18 Jahren Haft verurteilt, weil er ein Auto mit Flüchtenden fuhr. Er ist einer von tausenden Menschen, die aktuell in Italien und Griechenland für ihre Migration kriminalisiert werden. Seine Tochter Mahtab Sabetara berichtet uns über die Anklage ihres Vaters in Griechenland, die aktuelle Situation im Iran und möglichen Widerstand gegen die Kriminalisierung von Migration.

IRAN - EUROPA -KNAST

Geflüchteter als Schmuggler verurteilt

nd

28. September 2022

Es ist ein fragwürdiges Gesetz: Das griechische Gesetz 4251/2014, Art. 30, identifiziert diejenigen, die in einem Boot oder einem anderen Fahrzeug hinter dem Steuer erwischt werden, als »drahtziehende Profiteure einer Flucht«. Verhaftet wird in solchen Fällen stets nur der Fahrer oder die Fahrerin. Das Gesetz entspricht den europäischen Vorgaben, die im Programm Empact (Europäische multidisziplinäre Plattform gegen kriminelle Bedrohungen) festgelegt sind. Für Verstöße gegen dieses Gesetz wurde in Griechenland das Strafmaß zuletzt 2019 erhöht; pro beförderter Person drohen dem Fahrer eine Geldstrafe bis zu 30 000 Euro und eine Haftstrafe bis zu 15 Jahren, in der Praxis jedoch nie mehr als 20 Jahre Haft.

Geflüchteter als Schmuggler verurteilt

Griechenland: Seit zwei Jahren im Gefängnis

nd

23. Juli 2022

Im September 2022 wurde der gebürtige Iraner Homayoun Sabetara wegen »Beihilfe bei der unerlaubten Einreise aus Drittstaaten in die EU« zu 18 Jahren Haft verurteilt. In Haft sitzt der fast 60-Jährige sogar schon seit zwei Jahren, seit er von der Türkei nach Griechenland ein Auto mit sechs weiteren Schutzsuchenden fuhr und in Thessaloniki von der Polizei aufgegriffen wurde. Seine Tochter Mahtab Sabetara kämpft seit Monaten für die Freilassung ihres Vaters und aller Migrant*innen, die in Griechenland wegen "Menschenschmuggels" inhaftiert sind. Wir sprachen mit Hannah von der Kampagne freehomayoun.

Griechenland: Seit zwei Jahren im Gefängnis

ARTIKEL

VIDEOS

ARD

Schleuser-Kriminalität: Die Falschen vor Gericht?

21. September 2023

Über 500 Menschen sind im Juni auf einem überfüllten Fischkutter gestorben, der vor der Küste Griechenlands gesunken war. Kurz darauf nahmen die griechischen Behörden neun Ägypter fest, die überlebt hatten. Ihnen drohen lebenslange Haftstrafen. Immer wieder werden in Griechenland Geflüchtete als Schlepper verurteilt, während die eigentlichen Schleuser ungestraft davonkommen. Möglich macht das eine umstrittene EU-Richtlinie.

Borderline Europe

Schmuggler-Portraits: Homayoun Sabetara, 18 Jahre Haft

21. März 2023

Der "Kampf gegen Schmuggler" ist mit Herzstück europäischer Migrationspolitik. Jedes Jahr fließen Millionen von Euro in den "Kampf gegen skrupellose Kriminelle, die das Leben von Menschen auf der Flucht aufs Spiel setzen", zahlreiche Anklagen werden erhoben, Prozesse geführt, Tausende von Menschen werden inhaftiert. Doch was steckt dahinter? Seit wann interessiert sich die EU für das Wohlergehen Flüchtender?

Borderline Europe

Gala: Berliner Tag des Schmuggels - Festliche Ehrung Europas Schmuggler und Schleuser

29. Juni 2023

Von der EU werden Schmuggler*innen dämonisiert und kriminalisiert. Der sogenannte "Kampf gegen Schmuggel" dient als Rechtfertigung für repressive Maßnahmen und den Einsatz erheblicher Ressourcen. Unter dem Vorwand, Migrierende vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen, wird dabei oft eine moralische Legitimation vorgegeben. Selbst in Kreisen, die sich für Bewegungsfreiheit einsetzen, hat "der Schmuggler" oftmals keinen guten Ruf.

Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e. V.

Vortrag: Flucht als Verbrechen?

8. September 2023

Am Rande der öffentlichen Wahrnehmung werden derzeit Tausende von Geflüchteten in Italien und Griechenland zu drakonischen Haftstrafen von teilweise 100 Jahren und mehr verurteilt. Diese Prozesse dauern durchschnittlich 38 Minuten und enden für die Angeklagten mit durchschnittlich 44 Jahren Haft. Das Verbrechen ist ihre Flucht, der offizielle Vorwurf „Beihilfe zu illegalem Grenzübertritt“ durch Geflüchtete am Motor eines Schlauchbootes oder am Steuer eines PKW.

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